Die Wurzel aller Digitalisierung Digitalisierung

Das Smartphone oder der Begleiter für langweilige Stunden

Je nachdem welches Alter Sie haben, erinnern Sie sich vielleicht noch an die Zeit ohne unseren ständigen Begleiter: Das Smartphone, auch Handy genannt. Dieses kleine Gerät ist nicht nur ein Computer, sondern auch wechselseitig Freund und Feind. Es stellt für viele ein Statussymbol dar und ist mittlerweile so leistungsstark, dass es auch gerne mal als Spielekonsole herhalten muss. Oft taucht hier die Frage auf, welches Handy oder welcher Tarif für den Fragesteller das Beste sei. Eine Frage die jeder Informatiker wahrscheinlich mit Unbehagen beantwortet. Stellen Sie sich vor, Sie fragen den Fliesenleger bei Ihrem Badezimmer wie er das Bad gestalten würde. Das funktioniert allerdings nicht, weil Ihr Handwerker sicherlich einen anderen Geschmack hat als Sie und Ihnen sein Bad dann vielleicht nicht gefällt, wenn es fertig ist. Genauso ist es bei einem Smartphone auch.

Für Ben ist das Smartphone ein Gerät zum Telefonieren. Ohne die Telefonflatrate wären die Kosten von Bens Unternehmen wesentlich höher. Der Datenaustausch mit Kunden und der Versand von Nachrichten per WhatsApp sind ebenfalls Aktionen, die er mit seinem Smartphone erledigen möchte. Andere Benutzer telefonieren hingegen nicht mehr als 50 Minuten im Monat, nutzen soziale Netzwerke und schauen Videos oder spielen ab und zu auf ihrem Smartphone. Unterschiedliche Personen benötigen also unterschiedliche Tarife. Sowohl bei der Digitalisierung, als auch bei den Vertragsbedingungen von Mobilfunktarifen müssen wir also die Zielgruppe im Blick haben. Dieser Abschnitt soll aber nicht ohne ein paar Tipps enden.

  • Achten Sie auf variable Vertragskosten, beispielsweise 19,99 € in den ersten zwölf Monaten und 29,99 € in den restlichen 12 Monaten, bei einem Vertrag über 24 Monate.
  • Prüfen Sie, ob der Vertrag ein Handy/Smartphone beinhaltet und, wenn ja welches.
  • Prüfen Sie für sich, ob Sie überhaupt ein Handy/Smartphone über den Vertrag haben möchten oder, ob es auch ein älteres gebrauchtes Gerät tut. Verträge ohne Gerät sind günstiger in den monatlichen Kosten, da sie keine Gerätekosten mit bezahlen müssen!
  • Vermeiden Sie lange Vertragslaufzeiten mit automatischen Verlängerungen und komplizierten, langen Kündigungsfristen.
  • Seien Sie ehrlich zu ihrem Telefonie- und Surfverhalten. Kaufen Sie nichts, was Sie nicht brauchen. Wenn Sie kein Streaming (Musik/Video) brauchen und nicht ihr ganzes Leben über das Smartphone abwickeln möchten, benötigen Sie nicht mehr als 1 GB Datenvolumen.
  • Tarife mit vergünstigten Smartphones sind bei vielen Kunden immer noch ein Hauptgrund für teure Verträge. Die heutigen Smartphones haben allerdings so viel Leistung, dass auch das Modell vom letzten Jahr noch alle Bedürfnisse befriedigt. Diese gibt es meist in günstigen Tarifen bei Preisvergleichsportalen und im Handel.

 

Ein Smartphone ist unser mobiler Weg in die digitale Welt. Die Geräte sind so leistungsfähig geworden, dass selbst sehr günstige Smartphones alles bieten können, was ein Konsument benötigt. Es sollte jedoch die aktuelle oder wenigstens die letzte Betriebssystemversion aufgespielt sein. Sie sollten sich zudem darüber informieren, ob der Hersteller auch bei vergangenen Modellen Updates bereitgestellt hat und eines der beiden großen Betriebssysteme nehmen, die am Markt unterwegs sind. iOS von Apple oder Android von Google sind nämlich weit verbreitet, haben gut gefüllte App-Stores (Shops zum Download und Kauf von Anwendungen) und sind sicherlich nicht morgen schon wieder vom Markt verschwunden. Der Markt ist gerade bei Android sehr stark frequentiert. Welche Hardware sollten Sie erwerben? Ich würde auf folgende Rahmenbedingungen achten:

 

 

Display 5 Zoll mit einer HD-Auflösung (1.280 x 7.20 Pixel)
Prozessor Vierkern oder mehr
Arbeitsspeicher 2 GB
Interner Speicher 32 GB oder 16 GB intern mit Erweiterbarkeit durch eine Speicherkarte (zum Beispiel eine Mini-SD)
Mobilfunkmöglichkeiten HSDPA, LTE
Funkstandards WLAN b, g, n

Bluetooth 4.1

Funktionen A-GPS, GLONASS, NFC (falls die Funktion attraktiv für sie ist)
Kamera 8 Megapixel (MP) für die Hauptkamera
Akkukapazität Ab 2.500 mAh, besser 3.000 mAh

 

 

NFC

Eine weitere Technologie im Zusammenhang mit Smartphones ist ein Funkstandard zur drahtlosen Datenübertragung NFC (Near Field Communication, zu Deutsch Nahfeldkommunikation). Per NFC können Geräte, die sich im Abstand von ein und bis zu zehn Zentimetern nebeneinander befinden, Daten untereinander austauschen. Dies ist auch gleichzeitig der größte Vorteil dieser Technik. Ein Abhören ist aufgrund der kleinen Distanz zudem erschwert. Mit diesem Standard werden auch schon Bezahlmethoden umgesetzt, bei denen sich mit dem Handy, beispielsweise im Einzelhandel, per NFC einkaufen und bezahlen lässt. Die Datenübertragungsrate ist zwar geringer als bei Bluetooth, jedoch ausreichend, um kleinere Datenmengen zu transferieren. Allerdings sind noch nicht alle Smartphones mit einem NFC-Chip ausgestattet.

Es sollten deshalb auch andere Wege zum Bezahlen eingerichtet werden. Die Technologie ist aber nicht nur für das bargeldlose Bezahlen einsetzbar. Auch für die Autorisierung, Identifizierung, Zugangskontrolle, Datenübertragung oder das Einbuchen in ein Zeiterfassungssystem (statt einer „Stempelkarte“ oder einem RFID-Transponderchip; RFID = Radio-Frequency-Identification = englisch für Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen) ist die Verwendung von NFC möglich.

 

Bluetooth

Bluetooth ist in den meisten aktuellen Smartphones bereits verbaut. Es ist ein Funkstandard, der die Datenübertragung zwischen Computern und anderen Geräten ermöglicht. Es wird zum Beispiel verwendet, um Lautsprecher oder das Autoradio kabellos mit dem Smartphone zu verbinden. Auch Tastaturen und Mäuse lassen sich so mit einem Computer (PC) verbinden. Bluetooth bietet eine Reichweite zwischen 10 und 100 Metern.

 

GPS

GPS (Global Positioning System, globales Positionierungssystem) ist ein globales Navigationssatellitensystem zur Positionsbestimmung. Entsprechende GPS-Module sind heute in Smartphones, Fitness Trackern (englisch für Verfolger) oder auch im Auto-Navigationssystem verbaut. Sie haben die Aufgabe die Position des damit ausgestatteten Gerätes zu bestimmen. Dafür sind mindestens vier Satelliten erforderlich, die unsere Erde umkreisen. Je mehr Satelliten beteiligt sind, umso genauer lässt sich die Position des Gerätes bestimmen. Ursprünglich in den 1970er-Jahren vom US-Verteidigungsministerium für das Militär entwickelt, steht GPS inzwischen auch der zivilen Bevölkerung zur Verfügung. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von der bloßen Navigation bis zur Gewährung von Rabatten für Nutzer bestimmter Werbe-Anwendungen. In Europa wurde die GPS-Alternative Galileo entwickelt, die seit 2016 aktiv ist und genauer arbeitet als GPS. Hier kann sogar zentimetergenau navigiert werden. Der Standard muss aber erst in alle Geräte implementiert werden. Ein weiterer Vorteil von Galileo, ist neben der Genauigkeit, dass Galileo nicht vom Militär betrieben wird.

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