Die Wurzel aller Digitalisierung Digitalisierung

Drucker

Trotz vieler digitaler Helfer wie Smartphones, Tablets und PCs erfreut sich Papier und damit auch der Ausdruck immer noch sehr großer Beliebtheit. Verträge werden zwar per E-Mail verschickt aber müssen dann ausgedruckt und unterschrieben werden. Kurzum, wir benötigen meist einen Drucker als Ausgabegerät.

 

Funktionalität

Zuerst sollten Sie sich die Frage stellen, benötige ich einen Drucker oder auch einen Scanner und Kopierer. Möchten Sie nur Dokumente drucken oder auch Fotos, Flyer und Grafiken? Drucken Sie nur von einem PC aus oder sollte der Zugriff von mehreren PCs möglich sein? Wenn Sie beidseitig drucken möchten, ist auf die Funktion „Duplexdruck“ zu achten. Inzwischen kommen hauptsächlich Tintenstrahl- und Laserdrucker in Schwarz/Weiß oder Farbe zum Einsatz.

 

Tintenstrahl-Drucker

Tintenstrahldrucker sind Matrixdrucker und gehören zur Gruppe der Non-Impact-Printer (englisch für berührungslose Drucker). Bei einem Tintenstrahldrucker werden über kleine Düsen Flüssigkeiten (wie Tinten) gepresst und auf das Papier aufgebracht. Die Druckqualität kann mit einem einfachen Laserdrucker durchaus konkurrieren. Gerade beim Fotodruck hat der Tintenstrahldrucker Vorteile, weil er die Farben gleichmäßiger mischen kann als ein Laserdrucker. Hier gibt es Geräte mit spezieller Foto-Tinte die ein größeres Farbspektrum und bessere Konturen ermöglichen. Zusammen mit speziellem Foto-Papier erzielen Sie hier gute Ergebnisse. Die Tintenstrahldrucker sind meist ein wenig leichter und einfacher zu warten als Laser-Drucker. Allerdings sind sie meistens auch langsamer als diese. Eine Sache, die mich persönlich an meinem Tintenstrahldrucker stört, ist das geringe Volumen des Papierfachs. Da die Tintenstrahldrucker größtenteils auf Privatkunden (mit geringerem Papierbedarf) abzielen, sollten Sie ein Modell mit einem großen Papierfach oder einem zweiten Papierfach wählen, wenn Sie viel drucken.

 

Laser-Drucker

Laser-Drucker arbeiten nach dem Elektrofotografieverfahren und projizieren ein Bild mittels Ihrer Lichtquelle auf eine rotierende Bildtrommel. Der Toner wird vom Bild dann statisch angezogen und mittels der Bildtrommel durch einen Brennprozess auf das Papier gebracht. Laserdrucker zählen zu den Seitendruckern, da Belichtung und Druck der ganzen Seite in einem Durchlauf erfolgen. Der Laserdrucker wird langsam auch für Privatanwender und kleine Unternehmen erschwinglich.

Wenn Sie auf einfachem Papier drucken und größtenteils Text und nur ab und zu eine Grafik drucken, können Sie ohne Bedenken einen Laserdrucker kaufen. Der große Vorteil liegt in den gestochen scharfen Texten. Auf Laser-Drucker kompatiblem Papier kommen die Ausdrucke richtig zur Geltung. Eine weitere Stärke der Laserdrucker ist die Geschwindigkeit. Wobei Sie hier sehr wohl die Tintenstrahl- und Laserdrucker miteinander vergleichen müssen. Denn die günstigeren Laser-Drucker bieten nicht unbedingt immer einen Geschwindigkeitsvorteil. Manchmal stimmen die Angaben auch leider nicht mit der Realität überein, da es sich beispielsweise um Laborwerte handelt.  Wenn möglich prüfen Sie das Gerät bei dem Händler vor Ort oder schicken Sie das Gerät bei einem kulanten (Versand-)Händler zurück.

 

Der Vorteil des einen ist der Nachteil des anderen, so ist die Fotoqualität beim Laserdrucker eher im Mittelfeld anzusiedeln. Spezialisierte, teure Geräte bieten natürlich auch hier gute Ergebnisse. Diese Profigeräte sind aber für die Normalanwender aufgrund der hohen Preise nicht geeignet. Bei einem Monochrom-Laser-Drucker (also einem reinen Schwarz/Weiß-Laser-Drucker) ist der Verwaltungsaufwand gering. Jedoch steigen die Kosten und der Aufwand bei einem Farblaser-Drucker stark an, da er für jede Farbe eine eigene Kartusche verwendet. Ein Farb-Ausdruck ist relativ teuer, so dass Sie Ihre Mitarbeiter auf die Druckkosten hinweisen sollten. Drucken ist ganz allgemein ein großer Kostenfaktor, den die meisten oft unterschätzen. Deshalb drucken Sie nur wichtige Sachen aus, die Sie wirklich schriftlich benötigen und nicht jede Mail (ggf. noch mehrmals), die dann später im Papierkorb landet!

 

Kosten

Die Kosten für einen Drucker setzen sich aus dem Gerätepreis, Preis pro Ausdruck und den Wartungskosten zusammen. Neben dem Papier ist der Toner oder die Tinte am Ausdruckpreis maßgeblich beteiligt. Ein geringer Gerätepreis relativiert sich hierbei schnell durch teure Tintenpatronen oder Tonerkartuschen. Eine Patrone pro Farbe (Cyan, Magenta, Gelb und die Schlüsselfarbe schwarz), sowie ggf. eine größere Patrone für Schwarz sind sinnvoller als eine Kombi-Patrone, da nicht alle Farben den gleichen Verbrauch haben und eine Kombi-Patrone meist nicht bei allen Farben gleich leer ist. Beim Druckerkauf werden meistens nicht ganz gefüllte Exemplare dieser Verbrauchsmaterialien mitgeliefert.

Der Kunde freut sich über den geringen Preis, ist jedoch beim Nachkauf an den Hersteller (mit seinen ggf. hohen Preisen) gebunden.   Rechnen Sie deshalb Ihr Druckvolumen in die Kosten mit ein. Zwei bis drei Jahre sind ein guter Planungshorizont für Drucker. Gegenüber dem Selbstkauf gibt es auch die Möglichkeiten die Geräte zu leasen oder die Wartung von anderen Unternehmen durchführen zu lassen, wie zum Beispiel durch die Firma Topcart oder Konica Minolta. Es kann sich auch aus finanzieller Sicht auszahlen, die Entscheidung zwischen Leasen und Kaufen zu prüfen, z. B. kann die Leasinggebühr steuerlich geltend gemacht werden und ist nicht mit einer größeren finanziellen Investition verbunden. Der Gang zu ihrem Steuerberater kann sich bei dieser Frage lohnen.

 

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